Dienstag, 19. Juli 2016

Auf der Gletscherlagune

Ein großes Highlight wohl jeder Island Reise ist eine Bootsfahrt auf der Gletscherlagune Jökulsarlon. Beim Aufstehen schon festgestellt, der Tag ist dunkel und grau und wurde auch nicht viel besser.
Immerhin stellte sich ab und  zu der Regen ein.
So auch, als wir an der berühmten Gletscherlagune ankamen.
Was soll ich sagen? Ich war erstmal total enttäuscht.
Ehrlich wenn ich Fotos davon sehe, die sehen toll aus beeindruckend, der ganze "Teich" voll mit treibendem Eis. Und dann bist du da, uns siehst es nicht gar nicht so toll.
Ich weiß ja nicht, wann die Fotos die ich so gesehen habe gemacht wurden, wo 50 Jahren? Die Mitreisende die vor 20 Jahren schonmal dort war, sagte, vor 20 Jahren hätte es definitiv mehr Eis gegeben.
Also was willst machen? Kann ja niemand was für.
Zu dem Zeitpunkt wusste ich auch noch nicht, das ich unserer Reiseleitung einige Stunden später am liebsten jeder ihrer Locken einzeln ausgerissen hätte.
Das Wetter war also mies, Stunden später war meine Laune noch mieser aber davon mehr beim nächsten Eintrag.

Wir durften also nette Schwimmwesten anziehen, und dann auf das Amphibienfahrzeug gehen. Ich sagte noch im Bus wenn ich ins Wasser falle rette bitte meine Kamera. Also weder Kamera noch ich mussten gerettet werden, wie man sieht, ich kann noch schreiben und Fotos habe ich auch reichlich.

Wir haben viel über den See an sich gehört über den Gletscher, ach über so alles mögliche














Sieht das Eis unten rechts nicht aus wie eine kleine Ente?

Montag, 18. Juli 2016

Irgendwie ein Überbrückungstag

Wir sind an den Ostfjorden gefahren. Landschaftlich natürlich sagenhaft, aber irgendwie war es auch langweilig. Zumindest die Haltepunkte die wir angesteuert haben.

Los ging es bei Petras Steinsammlung. Kann man sehen, muss man aber nicht. Das ist jedenfalls meine Meinung. Ja es war ok, aber ich muss das halt nicht haben.





Und irgendwie war es dann der Tag der Steine. Ganz ehrlich, ich hab keine Lust den halben Tag irgendwo Steine zu suchen. Dafür mache ich nicht so eine Reise, und aus dem Abschnitt bin ich raus. Ich hab mit den Jungs früher genug Steine gesucht, bzw. zu Hause gehabt. Aber wem's gefällt da ist es ja auch ok.

Und natürlich gab es unterwegs auch mal wieder einen obligatorischen Wasserfall. Hier wäre ich komplett aus dem Häuschen wenn ich so einen sehen würde, da ist es ja alltäglich, weil die irgendwie überall sind.


Dann ging es los zu einem schwarzen Strand. Also Kies Strand. Aber wirklich komplett schwarz. Ich war so froh, das ich mir morgens noch ein Halstuch gekauft hatte. Der Wind pfiff und es war wirklich Arsch-kalt.








Wie winzig klein die Häuschen aussehen vor den riesigen Bergen








Auf zum Dettifoss

Der Dettifoss ist der energiereichste Wasserfall in Europa. Etwas weiter oberhalb liegt der Selfoss.

Bevor wir dorthin sind, haben wir einen kurzen halt an der Krafla gemacht bei einem Kratersee. Das Wasser hat ein ganz wunderbares türkis/blau






Ok, dann ging es aber wirklich zum Dettifoss. Und hätte man nicht ein wenig Gicht aus der Ferne gesehen und Wegweiser, ich wäre niemals auf die Idee gekommen, das sich in dieser Steinwüste ein Wasserfall befindet. Bzw. Zwei.
Ja, und dann kam wieder Kerstin mit ihrem Problem der Entfernung.
Das ist in ca. 700 m hieß es. Ja, nach gut 700 m kam ein Schild das es nur noch 1 km sind in Richtung Dettifoss und genau soweit bis zum Selfoss. Und weil sie das mit der Entfernung so gut drauf hat, war die Zeit natürlich viel zu knapp bemessen. Zum Selfoss haben wir es gar nicht ganz hingeschafft. Schade.
Und eigentlich wäre es auch viel schöner wir wären auf der anderen Seite des Wasserfalls gewesen, weil dann hätten wir die Fallkante viel schöner sehen können.

Wohin man schaut, Steine über Steine









Und auch auf dem Weg zum Selfoss nur Steine


Das wäre ihr Preis gewesen. Aber es hat leider nicht so sein sollen



Wenn ich es richtig verstanden habe, wandert der Dettifoss jedes Jahr einen Meter nach Vorne auf Grund der Wassermassen und des Gerölls.


Sonntag, 17. Juli 2016

Noch immer unterwegs

Und falls einer denkt ich mache schon viele Fotos. Ne stimmt nicht. Hinter uns saß ein junger Mann mit seiner Freundin im Bus (die kamen aus Österreich, und ich habe kaum was verstanden, dachte erst die hätten vielleicht eine Geheimsprache), dem war die Kamera glaube ich an der Hand angewachsen.

Das nur nebenbei. Jedenfalls ging es vom Godafoss weiter  zum Myvatn - See wo das schlimmste Hotel der Reise auf uns wartete. Ich finde es jetzt gerade nicht. Aber ich fand es furchtbar. Die Matratze war sicherlich 25 cm hoch, wenn man sich aufs Bett gesetzt hat, fiel man aber fast bis zum Boden durch. Also schön ist anders. Nachdem wir uns durch den brüllend warmen Hotelgang zum Zimmer gequält hatten, hab ich erstmal die Heizung gesucht, die doch da sicherlich auf 100 Stand. Falsch, alle Heizungen waren aus. Ich fand es unerträglich. Die Fenster gehen alle nur einen Spalt auf, und ich hab mich sofort in den nächsten Tag gewünscht.
Allerdings war das Essen gut, und das Nachtisch Buffett ganz wunderbar.

Gleich am See gibt es einige Pseudokrater die wir uns dann noch angeschaut hatten.





Am nächsten Morgen ging es zum Felgenlabyrinth. Steine über Steine in den verschiedensten Formen. Ok erkaltete Lava. Aber sind ja auch nur Steine, so irgendwie. 




In Island gibt es übrigens 13 Weihnachtsmänner (eigentlich Trolle), die ab dem 12. Dezember kommen. 



Und weiter ging die Reise zu einem Naturbad. Ich habe mir kurz von Außen angeschaut, und der Geruch hat uns sehr schnell in ein kleines Café verschlagen, während andere dort baden waren. 
Das Becken hatte ca. 40 Grad, darum war auch niemand drin.

Ich wäre vermutlich in Ohnmacht gefallen bei dem Gestank bevor mein Fuß im Wasser gewesen wäre.



Von dort fuhren wir dann zum Hverir. Wenn es Geruchsbilder gäbe, ich hätte euch gerne dran teilhaben lassen. Widerlich, ekelhaft. Aber das ganze Gebiet einfach ein unglaublicher Wahnsinn. Es blubbert, dampft und brodelt überall.